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14. Tag TdN 2026, Freitag, 07.08.: von Cobstädt nach Erfurt (30 km)
Informationen über die Region

Am Südrand des Thüringer Beckens liegt Erfurt, die größte Stadt (220.000 Einw.) Thüringens und dessen Landeshauptstadt. In der Städtekette folgen im Osten Weimar, Jena und Gera. Erfurt liegt am Fluss Gera (nicht jedoch die gleichnamige Stadt). Die Gera umfließt den im Süden an die Stadt grenzenden Steigerwald; sie entspringt im Thüringer Wald. Touristisch vielbesucht ist die Krämerbrücke, die in der gut erhaltenen Altstadt über die Gera führt und beiseitig mit Fachwerkhäusern bebaut ist.
Eine weitere touristische Attraktion bildet der Domberg mit Dom und Severikirche. Hinter diesem eindrucksvollen Ensemble, das vom Domplatz über 70 Stufen zu erreichen ist (dieses Areal wird für die Dom-Stufen-Festspiele genutzt), liegt das weitläufige Areal der Zitadelle Petersberg.
Erfurt hat mehrere Museen und seit 1994 die wiedergegründete Universität, die 1820 auf 20 Studierende geschrumpft und geschlossen worden war.
Das Bundesarbeitsgericht hat seinen Sitz in Erfurt.
In Erfurt wurde das bereits zur DDR-Zeit relativ dichte Straßenbahnnetz von 1997 bis 2007 erheblich erweitert. Die 6 Linien erschließen nahezu alle Stadtquartiere.
Erfurt liegt an der Schnellfahrstrecke Halle/Leipzig-Bamberg, die den Thüringer Wald durchquert, und bildet seit 2017 ein deutschlandweit wichtiges ICE-Drehkreuz.
Besondere Bekanntheit erlangte der geplante Neubau der A 71, die gleichfalls den Thüringer Wald durchquert. Gegen dieses unsinnige, weil extrem teure, umweltschädigende und bedarfsüberschätzende Bauvorhaben engagierten sich die Begründer der Tour de Natur. In 2026 wurde die A 71 bei Erfurt von mehr als tausend Demonstranten besetzt, um gegen den in Erfurt stattfindenden Bundesparteitag der AfD zu protestieren. Insgesamt wurden in Erfurt ca. 50.000 Teilnehmer der Protestaktionen erwartet.
Etappenbericht
Nach dem Frühstück führten Andreas und Irmhild, zwei Vereinsmitglieder, über das weitläufige Gelände des LebensGuts. Und so erfuhren die Touries, mit wieviel persönlichem Engagement von vielen Einzelmenschen das von der Kirche gepachtete Land kultiviert und mit Agrarbauten ergänzt worden ist und gepflegt wird.
Die Grundidee besteht darin, möglichst wenig externe Ressourcen zu verbrauchen, also die benötigte elektrische Energie selbst zu produzieren und zu verteilen (Solaranlagen auf den Gebäuden), das benötigte Wasser selbst zu fördern (Quellfassung und Verteilung vom Wasserturm), zudem Erzeugung von Nahrungsmitteln auf Gemüseanbauflächen, im Gewächshaus, mit drei Hühnerfeldern, einem für Puten, mit Schafs- und Ziegenhaltung, mit Bäckerei und Mosterei und manch anderen mehr.

Windrad auf dem LebensGut Häufig melden sich Lehrpersonen aus Schulen, insbesondere aus Freien Schulen, um mit ihren Schulklassen auf dem Gut Lernzeit zu verbringen. Auch dafür wird die Gemeinschaftsküche gebraucht und für die Übernachtung sind Gruppenzelte verfügbar, die auch von den Touries genutzt werden konnten.

Gruppenzelte auf dem Areal Dass der Berichterstatter tatsächlich das Tourgeschehen zum Anlass seiner Niederschriften nutzt, soll das nachfolgende Foto belegen. Hinzu kommen noch weitere Informationen aus soliden Wissensquellen und Fotos von ihm und anderen Touries, denen er hiermit für ihre Unterstützung dankt, auch jenen, die ihm die Korrektur von Fehlern und das Ergänzen von Fehlendem ermöglichten. Fürsorglich betreut wurde der Schreiber von Till, der ihn mit elektronischer und softwarebasierter Unterstützung des mobilen Schreibtischs versorgte.

So entstehen Blogbeiträge, wenn der Schreiber sich setzen kann. Nach der Mittagsmahlzeit startete die Tour – mit an diesem, dem letzten Etappentag, 150 Radlerinnen. Am Autobahnkreuz Molsdorf wurde ein denkwürdiger Ort erreicht. Hier hatte die TdN 1996 eine Protestaktion veranstaltet. Dort, wo heute die A 71, die seinerzeit im Bau weit vorangeschrittene Thüringer-Wald-Autobahn, die A 5 kreuzt, spannten die Touries ein Transparent über die Fahrbahn und grenzten ein kleines Feld ab. Die künftige Fahrstraße wurde umgewidmet – in ein Volleyballfeld, das munter bespielt wurde.
Heute gestattete die Polizeibehörde der Tourplanung nicht, dass auf der überquerenden Nebenstraßenbrücke ein Infostopp eingelegt wird: zu gefährlich für die Autofahrer drunten, sie könnten durch den erwartungswidrigen Anblick so vieler Fahrräder zu sehr abgelenkt werden. Und zudem könnten Touries etwas hinunter auf die Fahrbahn werden. Aber was denn, was könnten diese entbehren oder entsorgen wollen? Also wurde nachdenklich bei langsamer Geschwindigkeit die Autobahnbrücke gequert.

Beim Überqueren des A 5 am Autobahnkreuz Molsdorf 
Plakat zur Erinnerung an die 1996er Protestaktionen gegen den Bau der A 71 Beim Schloss Molsdorf wurde ein Pausensstopp eingelegt. Hier spendierte die Tourkasse ein Kuchenstück für jeden Tourie. Der Ansturm war beträchtlich.

Auf zum Schlosscafé! Nun war es nicht mehr weit bis Erfurt, dem Etappenziel. Der Schreiber dieser Zeilen musste dort die Tour verlassen und heimwärts reisen. Ein ganz besonders interessantes Programm verpasste er damit. Quartier in Erfurt bot die Freie Schule Regenbogen.
Am Abend gab es nach dem Tour-Abschlussplenum das Fahrradkino unter dem Lindenbaum.
Der Samstag begann mit einer verkehrspoltischen Rundfahrt durch Erfurt. Am Nachmittag stieg das ganz besondere Abschlussfest der Tour. In Erinnerung gebracht wurden viele Stationen, Aktionen und Erlebnisse sowie Begegnungen der nunmehr dreißigjährigen Geschichte der TdN. Astrid & Ehrenfried ist es gelungen, viele einstmalige Mitradler, von denen lange nichts mehr zu hören war, ausfindig zu machen und zu diesem Erinnerungsfest einzuladen. Gezeigt wurden Dokumente aller Touren, insbesondere die Tourhefte, aber auch Plakate und Flyer sowie Fotos von den Touren. Anne hat ein persönliches Tourbuch hinterlassen, das auch gezeigt werden darf.
Und für den Abend war die Gruppe „Stubenfolk“ eingeladen, die aufspielte zum Mithören, Mitsingen und zum Tanzen.
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13. Tag TdN 2026, Donnerstag, 06.08.: von Eisenach nach Cobstädt (55 km)
Informationen über die Region
Von Eisenach führt die Route nach Osten. Im Nordosten erhebt sich der Hainich, das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands, dessen südlicher Teil als Nationalpark ausgewiesen ist und von dem Teile als Weltnaturerbe (UNESCO) anerkannt worden sind. Im Süden geht es hinauf auf den Thüringer Wald.

Bei Sättelstadt weitet sich das Tal der Hörsel und geht über in das Thüringer Becken.
Mit Gotha wird die zweite Stadt der Thüringer Städtekette erreicht. Architektonische Dominanz geht von den weitläufigen Anlagen des frühbarocken Schlosses Friedenstein aus, in den vier Museen untergebracht sind, u.a. das Museum der Natur, eine Fortführung des einstmaligen Naturalienkabinetts. Im Perthes-Forum, einem aufwändigen Umbau des einstmalig renommierten Verlagshauses am Schloss, wird die Geschichte der Karthographie dokumentiert.
Größter Arbeitgeber war bis 1989 die Gothaer Waggonfabrik, in der u.a. Straßenbahnfahrzeuge gebaut wurden. Nach dem Verkauf durch die Treuhand reduzierten zwei Investoren die Fabrikation und die Beschäftigtenzahl massiv.
Cobstädt ist ein kleines Dorf im Thüringer Becken. Dort wurde von einer Gruppe engagierter Personen im Jahr 2007 der Verein „Lebensgut“ gegründet und mit dem Aufbau eines Öko-Landschaftsparks begonnen.
Etappenbericht
Schon wieder ein warmer Sommervormittag. Die Tour startete aus Eisenach hinaus in Richtung Osten. Der erste Pausenstopp wurde am Dorfplatz von Mechterstädt eingelegt.

Pausenstopp in Mechterstädt Etwas außerhalb des Dorfes gab es einen Infostopp am Gedenkstein für die Opfer eines mehrfaches Mordes, den Mitglieder des Marburger Studentenkorps an 15 Arbeitern aus dem Nachbarort im Jahr 1920 verübt hatten. Die Arbeiter saßen in einer Kneipe, es waren christlich konservative Bürger, keine Anhänger revolutionärer Gruppen. Die Arbeiter wurden über die Landstraße von den bewaffneten Studenten getrieben und rücklings erschossen.

Denkmal an die Morde von Mechterstädt Ähnliche Morde hat es im Zusammenhang mit dem Kapp-Putsch mehrfach gegeben, der sich gegen die Entstehung der ersten Deutschen Republik, der sog. Weimarer Republik, richtete. Eine gerichtliche Anklage gegen die Täter endigte mit Freispruch, da die Richter meinten, trotz eindeutiger Beweislage kein Verbrechen feststellen zu können. Sie sollen gleichfalls den damaligen reaktionären Bewegungen angehört haben.
Die TdN hatte über diese Morde bereits bei der Rundfahrt durch Marburg erfahren, denn an der Stützmauer der Alten Universität wird mit einer Mahntafel darauf aufmerksam gemacht.
Hinter Mechterstädt ging es stetig hinauf auf einen Hügel dieser schönen, weil welligen und immer wieder gegliederten Agrarlandschaft im Thüringer Becken. Jene riesigen, die Feldmark ausräumenden Flurstücke, die nach der Bodenreform der Sowjetischen Militäradministration und der nachfolgenden Kollektivierung sowie Industrialisierung der DDR-Landwirtschaft in LPGs vor allem in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und tw. auch in Sachsen-Anhalt entstanden sind, sind hier im südlichen Thüringen weniger dominant.

Die Route führte bergauf … 
… und wieder bergab. Die Mittagspause konnten die Touries auf dem Areal der idyllisch in einem stillen Tal gelegenen Hofkäserei Burgmühle Haina verbringen. Es gab reichlich Salat, dazu eine Gemüsesuppe und Brot mit Aufstrichen. Zur Ergänzung griffen etliche Touries auf die Käsetheke im Hofladen zurück.

Hofkäserei Burgmühle Haina Kurz vor Haina: Tiere blickten auf die Tour de Natur! Mindestens 2 PS wollten sich spontan anschließen, wurden aber aus ernährungsphysiologischen Gründen zurückgewiesen. Wam’s Küche konnte nicht hinreichende Heuversorgung (vulgo Sättigungsbeilage) zusagen. Die im Dauerangebot befindlichen Gemüseeintöpfe führen im Pferd zum lebensbedrohlichem Meteorismus (Blähbauch), während sich des Menschen Gedärm lauthaft protestierend zu adaptieren vermag.

Tiere blicken auf die Tour de Natur Weiter ging es durch die hügelige Landschaft in Richtung Gotha. Viele Kornfelder sind schon abgeerntet. Gelegentlich fuhren noch riesige Mähdrescher, eine riesige Staubwolke hinter sich lassend, über die goldgelb leuchtenden Weizenfelder.

Unterwegs durch die Weizenfelder nach Gotha Nach Umrundung des eindrucksvollen, von Popmusik stark beschallten Marktplatzes von Gotha schwenkte die Tour zum Buttermarkt ein. Dort wurden die Transparente ausgerollt und mehrere Songs vom Tourorchester und -chor zu Gehör gebracht. Die zentrale Botschaft las sich so und hörte sich auch so an: Wir – die Radfahrenden – sind der Verkehr der Zukunft!

Einfahrt zum Gothaer Marktplatz mit Blick auf das Schloss 
Kundgebung am Buttermarkt Schräg gegenüber konnte für Wam’s Küche eingekauft werden: Bei Feines und Loses gab es leckeres Bio-Brot.

Broteinkauf bei Feines und Loses in Gotha Sebastian demonstrierte am Buttermarkt die Multifunktionalität von Lastenrädern.

Mittagsruhe am Buttermarkt Die letzte Etapppe des Tages war aus zwei Gründen gut zu radeln: Die Landschaft vor Erfurt ist ziemlich flach und der Wind war – wie im Verabschiedungslied gewünscht – im Rücken der Touries und schob angenehm zum Ziel. So trafen alle recht munter auf dem LebensGut Cobstädt ein. Auf dem weitläufigen Areal konnte überall gezeltet werden. Ein Lehmbau bot überdachtes Quartier auf Grasnarbe.

Küche, Zelte und Versammlung auf der Streuobstwiese gegen Abend … 
… und am Morgen 
Schlafquartier in der Stroh-Lehm-Scheune 
Die Dachkonstruktion des Lehmgebäudes Um 19:30 begann Nele ihre Führung durch die benachbarte Gemüsewerkstatt Grünschnabel, die aus einem Gartenbaubetrieb hervorgegangen ist und als Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) arbeitet. Auf einer Ackerfläche von 1,5 ha werden Gemüsepflanzen angebaut, tw. unter Folie (Insektenschutz für die Kohlarten und früheres Wachstum). Beschäftigt sind 5 Personen, die von April bis Dezember hier arbeiten. Die gesamten Betriebskosten werden von den monatlichen Beiträgen der Ernteteiler:innen getragen, was in sog. Bieterversammlungen erreicht wird, nicht immer in der ersten, aber dann doch nach wenigen Runden, in denen jedes Mitglied seinen ihm leistbaren Beitrag festsetzt.
Alle Pflanzen, die hier unter Bioland-Zertifizierung angebaut werden, müssen durchweg wegen der extremen Trockenheit bewässert werden. Das gilt für die Kräuter und Gemüsepflanzen (Salat, Mangold, Buschbohnen, Kürbis, Sellerie u.a.) in den langen Beeten und selbstverständlich auch für die Tomaten, Gurken, Auberginen und Stangenbohnen in den Gewächshäusern.

Im Reich der üppig tragenden Tomaten Die Anbaufläche umfasst 1,3 ha. Ungefähr 120 Mitglieder zahlen monatlich ca. 100 Euro, um damit den Betrieb zu finanzieren. Sie erhalten pro Woche eine Gemüsekiste, die an Verteilstellen geliefert wird bzw. dort aus größeren Gebinden von den SoLaWi-Mitgliedern selbst zusammengestellt wird.
Am Abend war eingeladen in die Erdklangschale, ein kleines Amphitheater, zu einem Konzert von Linda Trillhaase mit anschließender Jam-Session. Die Dämmerungswärme war noch spürbar, trockenes Holz brannte raucharm unten in der Feuerschale und lieferte die später gern empfangene Zusatzwärme, die Sonne ging unter – eine wunderbare Stimmung konnte sich ausbreiten.
Linda, munter und gut gelaunt, trug mehrere Songs vor, begleitete ihre schöne Stimme mit dem Akkordeon, sang auch mal zu ihrem Geigenspiel mit elektronischem Hintergrundsorchester, lud dann weitere Musizierende ein und so kamen das Gitarrenspiel von Wilfried dazu, das Geigenspiel von Uli, eine helle Flöte, Astrids Gitarre, Alberts Akkordeon und noch dies und das und natürlich die vielen Touries, die gern mitsangen. Ein wunderbarer Abend an so besonderem Ort! Und dazu passend: das gemeinsam gesungene Abendlied, das die Touries in die Zweistimigkeit übergehen ließen:
Wenn der Abend wieder – seine Stille breitet,
schenkt die Nacht dem Mond – ein Haus,
reicht die Zeit dem großen Ganzen – ihre Hände,
viel gesagt, wir geh’n nach Haus.
Ich sing‘ mein Abendlied,
ich sing‘ mein Abendlied.Akkorde: C G d F

Linda Trillhaase und die TdN in der Erdklangschale
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12. Tag TdN 2026, Mittwoch, 05.08.: Exkursionen und Workshops in Eisenach
Nach dem Frühstück fand – wie an jeden Tag der Tour de Natur – die Verabschiedungsrunde statt. Die Touries bildeten einen großen Kreis, fassten sich bei den Händen und sangen das immer auch besinnlich stimmende Lied, mit dem diejenigen verabschiedet werden, die mitgeradelt sind und an diesem Tag die Tour verlassen:

Abschiedslied auf der Tour de Natur 
Verabschiedungskreis am Tourmorgen Danach begannen die Workshops und die Exkursion. Hier die Programmübersicht:
- Mechaniker-Kiste aufräumen
- „Leisetreten“ in Turnhallen
- Tourfotos – wie sammeln und aufbereiten?
- „Tour als Praxispartner“: geplantes Forschungsprojekt
- Vorbereitung der Aktion in Gotha
- TdN 2027: Streckenplanung
- Vorbereitung des Abschlussfests in Erfurt
- AKW Cattenom: Laufzeitverlängerung
- Hirschkäfer und Beweidung
- Exkursion zur Drachenschlucht mit Schatzsuche
- Orientierung ohne Smartphone mit Sternen-, Sonnen- und Mondbeobachtung
- Probe des Tourorchesters
- Malen von Transparenten
- Siebdruck
- Historische und soziale Hintergründe des Düngens in der Landwirtschaft
- Verkehrswende-Rap: Probe für Gotha
- Besuch im Bachhaus Eisenach
- Exkursion zum Wildkatzendorf Hütscheroda
Sehr faszinierend fanden die Teilnehmer die Wanderung durch die Drachenschlucht, die im Süden von Eisenach liegt, am Hang des Thüringer Waldes.

In der Drachenschlucht 
Am Ausgang der Drachenschlucht Matthias führte die Fahrrad- und Wanderexkursion hinauf in den Hainich zum Wildkatzendorf Hütscheroda.

Fahr den Hainich hinauf vorbei an Sonnenblumenfeld Im Informationszentrum Wildkatzenscheune gab es einige Informationen über den UNESCO-Welterbe Nationalpark Hainich und über die hier am Ort gehaltenen Wildkatzen und Luchse. Danach schoben die 16 Touries ihre Räder den Hügel hinauf, um dort oben im Schaugehege an einer Führung teilzunehmen und viel über die Eigenarten und die artangemessene Käfighaltung der Wildkatzen zu erfahren. Die dort in großen Einzelgehegen gehaltenen Katzen zeigten sich allesamt, um ihre Mittagsmahlzeit in Empfang zu nehmen. Ansonsten sind diese Tiere extrem scheu und abend- bzw. nachaktiv, also im Wald für Menschen kaum zu sehen.

Wildkatze zeigte sich zur Fütterung Erstaunlich: der Luchs, der mit freundlicher Gelassenheit hinter dem hohen Zaun auf die Fütterung wartete und sich eingehend betrachten ließ. Die Luchse werden gehalten, zur Nachzucht und zur Auswilderung. Insbesondere für diese Tierart sind die Biotopvernetzungen von großer Bedeutung, da die Reviere der Luchse sehr groß sind. Zwischen Hainich und Thüringer Wald ist solch ein geschützer Busch- und Waldstreifen angelegt und auch angenommen worden.
Im zweiten Teil gab die Rangerin eine Führung durch den angrenzenden Laubwald, der nicht mehr bewirtschaftet wird (Naturpark). Sehr alte Eichen, die einstmals als Futtergeber für die Schweinemast im Wald dienten, sind noch gelegentlich anzutreffen und räumen ihre Standplätze für die aufkommende Buchenbewaldung.
Wanderung mit der Rangerin durch den Buchenwald Die Rückfahrt führte zunächst auf die Höhe des Hainich hinauf mit grandiosem Ausblick auf die durchaus hügelige Umgebung von Eisenach und sodann in rasanter Talfahrt hinab nach Berka und zurück zum Quartier.

Blick auf Eisenach vom Südhang des Hainich Bei bestem Hochsommerwetter fand der Bunte Abend draußen statt, auf dem kleinen Sportplatz vor der Turnhalle. Wie immer gab es Beiträge aus vielen Genres, die zeigten, was die Touries alles können – auch ihre Kinder und das auch als Jugendliche. So wurden z. B. Radkunst vorgeführt, Zauberei, Gruppen- und Pop-Musik-Stücke-Raten sowie ein TdN-Geschichtsraten. Es gab mehrere musikalische Beiträge, Gedicht- und Textvorträge. Von besonderem Interesse könnte die lyrische Schilderung eines Tourtages sein, um sich mit manchen Unvollkommenheiten abzufinden oder um diese abzustellen. Wie immer führte durch den Abend Oliver, diesmal assistiert von Kay, einem der Urgesteine der TdN.

Jenny, Kevin und Micha 
Celina und Noah
