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Workshops, Exkursionen und viel Sonne im Fläming

auf dem Hagelberg, dem höchsten Berg BrandenburgsHeute ist die Tour de Natur in Wiesenburg geblieben und die rund 100 Teilnehmer konnten an Workshops und Aktionen teilnehmen, Aktionen vorbereiten oder auch einfach bei dem fantastischen Wetter die Seele baumeln lassen...

Frühaufsteher bekamen im Schlosspark Vogelgesang und Infos zu den gefiederten Freunden. Nach dem Frühstück ging es zur Exkursion nach Belzig, um das ZEGG zu besichtigen, das viele Anstöße für alternative Formen des Zusammenlebens bietet. Ein anderer Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes war der Hagelberg, der höchste Punkt des Bundeslandes, das die Radtour in der kommenden Woche von Süd nach Nord durchradelt.

Vor Ort im Flämingstadion fanden sich Musiker, Sänger und Theaterspieler, um verschiedene Elemente für die Kundgebungen zu proben, ob zum Thema Verkehr oder zu Massentierhaltung.

Die Sonne hat uns heute den gesamten Tag verwöhnt und wird uns auch in den kommenden Tagen zum Schwitzen bringen. Ein gutes Omen für die alternativen Energien! Um diese wird es auf den nächsten Etappen gehen. Hier im Landkreis Potsdam-Mittelmark gibt es viele Initiativen für den Ausbau Erneuerbarer Energien vor Ort, morgen abend ab 19:30 Uhr werden wir in Beelitz mehr dazu erfahren.

Die Bürgersolaranlage, das Energiedorf Feldheim und viele weitere Projekte und Initiativen weisen uns die Zukunft, im Gegensatz zur Landesregierung, die weiter auf Braunkohle setzt und das KLimaproblem mit der unausgereiften, kostenintensiven und gefährlichen CO2-Speicherung lösen möchte.

Unterwegs nach Wiesenburg

radler während der fahrtDie Sonne meint es bei dieser Tour de Natur gut mit uns, wir haben super Radfahrwetter! Fotografische Eindrücke sind hier zu sehen. Die Saale und Elbe haben wir inzwischen verlassen und fahren durch den Fläming Richtung Berlin. Gestern haben wir zusammen mit den Akteuren des Elbe-Saale-Camps dem Landratsamt in Bernburg und den Bürgermeistern in Calbe und Barby einen Besuch abgestattet und jeweils einen Weidensetzling übergeben unter dem Motto "Weiden statt Schottersteine" für die natürlichen Flusslandschaften an Saale und Elbe. Der Salzlandkreis ist mehrheitlich für den Bau des Elbe-Saale-Kanals und versucht auch die Gemeinden auf seine Seite zu ziehen. Barby als Gastgeberin des Elbe-Saale-Camps gehört zu den Gemeinden, die die Vorteile durch den Ausbau der Saale skeptisch sehen.

Heute ging es mit einer Fähre über die Elbe, die als Motor die Strömung nutzt. Ein kurzer Stopp in Zerbst, das als Friedensdenkmal dienen könnte, da die Bombeneinschläge im Zweiten Weltkrieg noch präsent sind, sei es das zerbombte Schloss oder die Nachkriegsbauten in der ehemaligen Altstadt. Auf dem Weg nach Wiesenburg konnten wir interessante Projekte besichtigen. Die Route führte entlang einer stillgelegten Bahntrasse, die zweigleisig und elektrifiziert in den 90er Jahren die ersten ICEs nach Berlin benutzt haben.

In Wiesenburg bleiben wir auch morgen an unserem Aktionstag, auf die Tourteilnehmer wartet eine Exkursion zum ZEGG in Belzig und diverse Workshops. Außerdem bleibt Zeit für Aktionsvorbereitungen.

Keine Flüge mehr fürs Militär!

Aktion am FlughafenIn diesem Sinne trafen sich Organisatoren und Teilnehmer der Tour de Natur schon am Vortag des Tourstarts mit Aktivisten des Friedenskreises Leipzig. Und zwar am Flughafen Halle-Leipzig, um gegen Militärtransporte über das Drehkreuz Halle-Leipzig zu protestieren. Gemeinsam stellten sie sich mit einem Banner "Keine Flüge mehr fürs Militär" im Terminal auf.
Dort sangen sie "Wer wahren Frieden will entfalten" und umgedichtete Lieder. Wolf von Bülzingslöwen trug Texte gegen den Krieg vor, unter anderem von Albert Einstein "Unsere Waffen seien Waffen des Geistes" und den Artikel 26, Absatz 1, des Grundgesetz: "Handlungen, die geeignet sind [...], das friedliche Zusammenleben der Völker zu zerstören, [...] sind verfassungswidrig." Wie lässt sich das mit den Kriegseinsätzen in Afghanistan vereinbaren?

Zum Schluss klang "Es ist an der Zeit" vorgetragen von Wolf  von Bülzingslöwen und bedankte sich bei der Flughafen-Security für die Aufmerksamkeit. Mit dem Banner zogen die Aktivisten durch das gesamte Terminal und die Einkaufsmeile zurück zum Bahnhof.

Das Tourquartier in Halle-Trotha füllte sich unterdessen mit Teilnehmern aus allen Ecken  Deutschlands, Rädern, Zelten. Ungefähr 100 Radlerinnen und Radler sind bereits angekommen. Am morgigen Sonntag um 10 Uhr ist der Auftakt der Demoradtour auf dem Hallenser Marktplatz. Zusammen mit der Bürgerinitiative Saaleetal und anderen Umweltgruppen geht darum, die Autobahn A 143 zu verhindern und die Schönheiten des Saaletales zu erhalten.

erstes leckeres Touressen

Fieberhafte Vorbereitungen

Gerade noch anderthalb Monate bis zum Tourstart 2012! Nach dem Kreativen Himmelfahrtswochenende werden jetzt die wichtigen letzten Orga-Sachen angeschoben. Darunter hat nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch das Webformular zum Online-Anmelden oberste Priorität. Damit sich möglichst viele Teilnehmer schon im Voraus anmelden und wir Orgamenschen besser planen können. Da wir alle die Tour de Natur in unserer Freizeit (sprich ehrenamtlich) vorbereiten, bitten wir um ein klein wenig Geduld, wenn nicht sofort alles funktioniert! Wer ganz ungeduldig ist, kann sich das Formular vom Flyer ausdrucken und zurückschicken, faxen oder mailen.

Übrigens können eben diese Flyer und Plakate (DIN A2) zahlreich zum Verteilen, Auslegen und Aufhängen bestellt werden (Und bitte unbedingt  eure Postadresse mit angeben!)

Als Einstimmung noch ein Foto von der Berliner Sternfahrt, an der unglaubliche 150.000 Radler teilgenommen haben! Nicht alle, aber ein paar davon finden bestimmt auch zur Tour, die in diesem Jahr unter anderem durch die Hauptstadt führt.

Freie Fahrt für freie Radler!

Eindrücke vom kreativen "Wuseln" in Könnern 17. bis 20. Mai 2012

Am Himmelfahrtswochenende haben sich gut ein Dutzend Tour-Aktive in der Attac-Villa in Könnern/Saale getroffen. Bei schönstem Sonnenschein und bester Laune. Für die bevorstehende Tour de Natur haben wir hier Lieder umgetextet, ein Theaterstück erarbeitet und viel musiziert und gesungen. Daneben blieb noch genug Zeit für Austausch und Spaß, Kaffee im Garten, Abende am Kamin. Alles, was hier kreativ geschaffen wurde, bekommt während der Umweltradtour noch seinen letzten "Schliff".

Deshalb möchte ich an dieser Stelle alle kreativen Menschen und die, die es werden möchten, und die, die von ihrer kreativen Ader noch gar nichts wussten, ganz herzlich einladen, bei der Tour de Natur 2012 dabei zu sein - es lohnt sich!

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