Nach dem Frühstück fand – wie an jeden Tag der Tour de Natur – die Verabschiedungsrunde statt. Die Touries bildeten einen großen Kreis, fassten sich bei den Händen und sangen das immer auch besinnlich stimmende Lied, mit dem diejenigen verabschiedet werden, die mitgeradelt sind und an diesem Tag die Tour verlassen:


Danach begannen die Workshops und die Exkursion. Hier die Programmübersicht:
- Mechaniker-Kiste aufräumen
- „Leisetreten“ in Turnhallen
- Tourfotos – wie sammeln und aufbereiten?
- „Tour als Praxispartner“: geplantes Forschungsprojekt
- Vorbereitung der Aktion in Gotha
- TdN 2027: Streckenplanung
- Vorbereitung des Abschlussfests in Erfurt
- AKW Cattenom: Laufzeitverlängerung
- Hirschkäfer und Beweidung
- Exkursion zur Drachenschlucht mit Schatzsuche
- Orientierung ohne Smartphone mit Sternen-, Sonnen- und Mondbeobachtung
- Probe des Tourorchesters
- Malen von Transparenten
- Siebdruck
- Historische und soziale Hintergründe des Düngens in der Landwirtschaft
- Verkehrswende-Rap: Probe für Gotha
- Besuch im Bachhaus Eisenach
- Exkursion zum Wildkatzendorf Hütscheroda
Sehr faszinierend fanden die Teilnehmer die Wanderung durch die Drachenschlucht, die im Süden von Eisenach liegt, am Hang des Thüringer Waldes.


Matthias führte die Fahrrad- und Wanderexkursion hinauf in den Hainich zum Wildkatzendorf Hütscheroda.

Im Informationszentrum Wildkatzenscheune gab es einige Informationen über den UNESCO-Welterbe Nationalpark Hainich und über die hier am Ort gehaltenen Wildkatzen und Luchse. Danach schoben die 16 Touries ihre Räder den Hügel hinauf, um dort oben im Schaugehege an einer Führung teilzunehmen und viel über die Eigenarten und die artangemessene Käfighaltung der Wildkatzen zu erfahren. Die dort in großen Einzelgehegen gehaltenen Katzen zeigten sich allesamt, um ihre Mittagsmahlzeit in Empfang zu nehmen. Ansonsten sind diese Tiere extrem scheu und abend- bzw. nachaktiv, also im Wald für Menschen kaum zu sehen.

Erstaunlich: der Luchs, der mit freundlicher Gelassenheit hinter dem hohen Zaun auf die Fütterung wartete und sich eingehend betrachten ließ. Die Luchse werden gehalten, zur Nachzucht und zur Auswilderung. Insbesondere für diese Tierart sind die Biotopvernetzungen von großer Bedeutung, da die Reviere der Luchse sehr groß sind. Zwischen Hainich und Thüringer Wald ist solch ein geschützer Busch- und Waldstreifen angelegt und auch angenommen worden.
Im zweiten Teil gab die Rangerin eine Führung durch den angrenzenden Laubwald, der nicht mehr bewirtschaftet wird (Naturpark). Sehr alte Eichen, die einstmals als Futtergeber für die Schweinemast im Wald dienten, sind noch gelegentlich anzutreffen und räumen ihre Standplätze für die aufkommende Buchenbewaldung.

Die Rückfahrt führte zunächst auf die Höhe des Hainich hinauf mit grandiosem Ausblick auf die durchaus hügelige Umgebung von Eisenach und sodann in rasanter Talfahrt hinab nach Berka und zurück zum Quartier.

Bei bestem Hochsommerwetter fand der Bunte Abend draußen statt, auf dem kleinen Sportplatz vor der Turnhalle. Wie immer gab es Beiträge aus vielen Genres, die zeigten, was die Touries alles können – auch ihre Kinder und das auch als Jugendliche. So wurden z. B. Radkunst vorgeführt, Zauberei, Gruppen- und Pop-Musik-Stücke-Raten sowie ein TdN-Geschichtsraten. Es gab mehrere musikalische Beiträge, Gedicht- und Textvorträge. Von besonderem Interesse könnte die lyrische Schilderung eines Tourtages sein, um sich mit manchen Unvollkommenheiten abzufinden oder um diese abzustellen. Wie immer führte durch den Abend Oliver, diesmal assistiert von Kay, einem der Urgesteine der TdN.


