Tour 2024

  • Auf dem Weg zur Tour!


    Mit dem vollbepackten Rad in den Sommerferien und Wochende Zug zu fahren, ist schon ein kleines Abenteuer. Zum Glück startet die Tour 2024 in der Nähe😁 So brauchte ich lediglich den knappen Umstieg am wunderschönen (aber leider unpraktischen) Hundertwasser-Bahnhof Uelzen schaffen.

    Im Zug ganz entspannt Gelegenheit noch ein bisschen Werbung für die Tour zumachen, die Flyer sind natürlich griffbereit. Vorfreudig auf die heutige Auftakt-Runde in MD und morgen die Fahrt durch die Elbauen und zu einem Adlerhorst! Und natürlich auf all die anderen, die den Weg zur Tour gefunden haben.


  • Grußwort der AG Schacht Konrad


    Liebe TeilnehmerInnen der Tour de Natur 2024,

    die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. freut sich, dass ihr dieses Jahr wieder durch das Weltatomerbe Braunschweiger Land radelt und auch bei uns in Salzgitter haltmacht.
    Wir informieren euch gerne über unseren jahrzehntelangen Widerstand gegen die geplante Einlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll in ein altes und marodes Eisenerzbergwerk, das wir als Endlager für Atommüll für ungeeignet halten. Schacht KONRAD ist das einzig bisher genehmigte Endlager für Atommüll in Deutschland und entsprach schon zum Zeitpunkt der Genehmigung nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik – heutzutage erst recht nicht.
    Deshalb fordern wir die Rücknahme bzw. Widerruf der Genehmigung von 2002 und infolgedessen einen sofortigen Baustopp für den Ausbau des alten Bergwerks.
    Außer Schacht KONRAD gibt es weitere ‚nukleare Hotspots‘ in unserer Region – Weltatomerbe Braunschweiger Land – mit dem Atommülllager ASSE 2, das abzusaufen droht, dem einsturzgefährdeten Atommülllager Morsleben und der Nuklearfirma Eckert & Ziegler in Braunschweig in unmittelbarer Nachbarschaft von Wohnhäuser, Schulen und Kindergärten. An all dem haben wir viel Kritik und dem gilt unser jahrzehntelanger Widerstand – kreativ, bunt und vielfältig – und vor allem hartnäckig. Wir geben nicht auf!
    Die Atomkraftwerke in Deutschland sind seit 2023 endlich abgeschaltet.
    In anderen Ländern laufen weiterhin Atomkraftwerke bzw. werden / sollen neue gebaut werden.
    Sie retten nicht das Klima, sondern blockieren den Ausbau von Alternativen.
    Atomkraft ist und bleibt eine Risikotechnologie und hinterlässt auf Jahrtausende strahlenden Atommüll.
    Uns ist bewusst, dass uns alle das Thema der sicheren Endlagerung von Atommüll bis in die kommenden Generationen hinein noch lange beschäftigen wird .
    Euer Besuch bei uns ist für uns ein starkes Zeichen, dass ihr genau wie wir die Brisanz und Herausforderung dieses Themas in den Blick nehmt. Wenn das nicht gut gelöst wird, sind Zukunft von Menschen, Natur und Umwelt in höchstem Maße gefährdet.
    Wir wünschen euch einen guten Tour-Start und heißen euch am 26. Juli bei uns in Salzgitter-Bleckenstedt – mit Kundgebung am Schacht KONRAD – herzlich willkommen!

    Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD


  • Presseerklärung


    33. Tour de Natur führt von Magdeburg nach Kassel

    „Vorfahrt für Klimaschutz!“, fordern die rund 100 Teilnehmer:innen der Fahrrademonstration auf ihrem Weg durch Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hessen.

    Vom 20. Juli bis zum 4. August sind die rund 100 Radler:innen unterwegs – von Magdeburg über Wolfsburg und Braunschweig nach Hannover. Anschließend geht es über Hildesheim und Hann. Münden nach Kassel.

    Die Tour de Natur ist 1991 aus dem Widerstand gegen die „Thüringer-Wald-Autobahn“ entstanden. Unter dem Motto „Aktiv – umweltbewegt – unaufhaltsam“ engagieren sich Radler:innen mit der Tour de Natur für den Schutz der Umwelt.

    Die Themen Klimaschutz und Artenvielfalt ziehen sich wie ein roter Faden durch die Tour. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr dem Thema Bodenversiegelung.

    Die Tour de Natur setzt sich für eine Stärkung der klimafreundlichen Fahrrad-Mobilität und besonders für mehr Sicherheit im Radverkehr ein – hier ist in den unterwegs angefahrenen Städten noch deutlich Luft nach oben! Bei Wolfsburg protestieren die Radler:innen gegen den Bau der A39 nach Lüneburg. Gerade in Zeiten knapper Kassen müssen Zukunfts-Investitionen in den ÖPNV fließen. Das Konzept „Stadtbahn“ für attraktiven ÖPNV vom Umland in die Ballungszentren steht in Braunschweig, Hannover und Kassel auf der Agenda.

    Die Fahrrad-Demonstration thematisiert auch Flächenverbrauch und Bodenversiegelung, wodurch wertvolle Ackerflächen wie auch Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere vernichtet werden. Das geschieht sowohl für die Ansiedlung von Intel bei Magdeburg auf 1.100 Hektar bestem Acker-Boden genauso wie beim Bau der A39, die Naturflächen zerschneidet als auch beim Wohngebiet auf der grünen Wiese in Baunatal bei Kassel.

    Mitradeln können alle, gern auch als Tagesgäste! Weitere Infos und Anmeldung unter www.tourdenatur.net. Ab 20.7. ist die Hotline 0176 – 96 52 34 08 geschaltet.

    Achtung Redaktionen:

    Rückfragen an Susanne Timm 0151 28 41 61 43 oder presse@tourdenatur.net.

    Fotos der Tour de Natur zum Herunter zu laden aus der Dropbox:

    https://www.dropbox.com/scl/fo/lt6xxlail88wbh8etm7tm/h?rlkey=nwaqdonyn2dhu6matwzbyixls&st=4ai848za&dl=0


  • Grußwort von Ernst Paul Dörfler


    Mittelelbe Sonnenaufgang

    Liebe TeilnehmerInnen der Tour de Natur 2024,

    ich begrüße Euch ganz herzlich an den Ufern der schönen Elbe beim 32. Internationalen Elbe-Saale-Camp.

    Es ist mir und uns allen eine besondere Freude, dass Eure Tour de Natur im Elberaum startet und dass Ihr damit Eure Verbundenheit zu unserem gemeinsamen Anliegen ausdrückt:

    Es geht uns um existentielle Fragen, um die wichtigsten Fragen unserer Zeit, um die Sicherung unserer Lebensgrundlagen, um die Sicherung unserer Zukunft und der unserer Kinder.

    So wie Ihr durch Eure sichtbare Demonstration für eine Aufwertung des klimaschonenden und gesunden Fahrradverkehrs und für eine Mobilitätswende streitet, so setzen wir uns für eine naturnahe Flusslandschaft ein, die uns vor Hochwasserkatastrophen schützt, das Klima reguliert und gleichzeitig die Biologische Vielfalt an Pflanzen und Tieren bewahrt.

    Damit setzen wir Zeichen, dass wir etwas gegen die Klimakrise und die Naturkrise tun können. Unser Vernetzen strahlt aus und macht uns wirkmächtig. Wir zeigen Gesellschaft und Politik, dass wir etwas bewirken können, wenn wir uns verbünden, wenn wir informieren, Wissen vermitteln und gemeinsam handeln.

    In unserem gemeinnützigen wie notwendigen Engagement haben wir noch eine lange Wegstrecke vor uns. Dabei müssen wir zunehmend mit Gegenwind rechnen. Das kostet Kraft, viel Kraft. Die Methoden der Ablenkung und der Irreführung treiben immer neue Auswüchse.

    Es ist unsere Gemeinschaft und es ist unsere Natur, die uns immer neue Energien schenken kann, um bis zum Ziel durchzuhalten. Hier an der Elbe könnt Ihr auftanken. Hier könnt Ihr von der Leichtigkeit der Vögel, der Fischadler und der Seeadler, etwas auf Eure Reise bis zur Weser mitnehmen.

    Möge Eure Tour de Natur mit ihrer Ausstrahlung die Herzen vieler Menschen erreichen und Impulse für die notwendigen Veränderungen im Kleinen und im Großen setzen!

    Ernst Paul Dörfler

    Ernst Paul Dörfler


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