Schokofahrt#3 -- Schoko was???

Schokolade per Pedale unterwegsSchokolade ist großartig, lecker, unverzichtbar! Jede/r Deutsche vernascht pro Jahr so um die 10-11 Kilo. Die wenigsten denken darüber nach, was an sozialen und ökologischen Aspekten dahinter steckt. Nun, es gibt auch Bio- oder Fairtrade-Tafeln, es gibt vegane Schoki in den verschiedensten Varianten. Aber CO2-freie Schokolade??

Doch, auch das ist möglich! Aus der Karibik kommen die Kakaobohnen per Frachtsegler nach Amsterdam, hier entsteht in einer kleinen feinen Schokomanufaktur die Schokolade, die dann per Pedale an ihren Bestimmungsort kommt. Eben Schokofahrt per Rad!

Nachdem ein paar Lastenradbegeisterte aus Münster im vergangenen Jahr die ersten Schokofahrten durchgeführt haben, haben jetzt auch Schokofans aus anderen Städten angebissen. Um Ostern geht es nach Amsterdam und von dort ab 31.3.2018 per Konvoi und (Lasten)rad-Lieferkette in die verschiedenen Städte und bis nach Österreich! Wenn du Lust hast mitzumachen, dann schau hier auf der Karte, ob du dich andocken und die Schokofahrt ein Stück unterstützen oder die Routen verlängern kannst*.

Ein tolles Projekt, das zeigt, wie Transport ganz CO2-frei funktioniert.  Und das dem "Allerweltsprodukt" Schokolade als Genussmittel einen ganz neuen Wert gibt. Denn in diesem Fall hat es nicht nur die Kakaobauern am anderen Ende der Welt viel Schweiß gekostet.

Als kleiner Vorgeschmack der Teaser zur Schokofahrt#3!

Und jetzt ein Stück Schokolade genießen - leider noch nicht CO2-frei:-(

)*Der Westen und die großen Städte sind bereits gut angebunden. Aber warum sollten nicht auch die Lübecker zu ihrem Marzipan klimafreundliche Schokolade haben? Oder Leipzig und Dresden ein Stück von der Schokolade abbekommen?

 

Kommentare

CO2-frei? Nicht ganz...

Frachtsegler klingt ja schon mal sehr gut. Doch, das ist ein guter Ansatz.

Aber auch Lastenradfahrer verbrauchen Energie und atmen dazu O2 und verbrennen z.B. Kohlenhydrate und Kakaobutter aus der Schokolade zu u.a. CO2.

Nun käme es natürlich darauf an, wo der Wirkungsgrad besonders gut ist, ob Akkus (oder auch E-Loks) mit Windenergie gespeist werden und wo der Rollwiderstand (Straße bzw. Schiene) besonders klein.

Und natürlich das Erstellen und der Unterhalt der Infrastruktur usw. usf. Sicher keine ganz so einfache Rechnung...

Vielleicht wäre doch eher das Wort "CO2-arm" hier ehrlicher?