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Samstag, 28.07.2018: Achter Tag der Tour de Natur – von Nordhausen nach Sangerhausen (56 km)

Frühstück an diesem Morgen wie an jedem Morgen? Ja und nein. Es gab wiederum ein liebevoll zubereitetes Müsli mit Hafer- oder Sojamilch, dazu Bananenhälften und Äpfel. Oder Haferflockenmüsli. Zudem frisches Vollkornbrot mit zwei würzigen, von der Küche hergestellten Aufstrichen oder Marmeladen bzw. Nussmus. Dazu Kaffee, Getreidekaffee oder Schwarztee bzw. Kräutertee. Verzehrt werden konnte dies im Sitzen an Tischen bei morgendlich warmer Sommersonne. Das ist eigentlich nicht zu überbieten, jedenfalls für Tour de Naturteilnehmer.

Frühstücksmüsli auf der Tour de Natur – liebevoll zubereitet und präsentiert von Fläming Kitchen

Sehr zweckmäßig ist es, wenn man schon vor dem Frühstück, das um 8 Uhr ,eröffnet‘ wird, die Morgenwäsche bereits hinter sich und gepackt hat. Denn: Um 9:30 Uhr soll aufgebrochen werden. Und davor liegen noch diverse Tätigkeiten, z. B. das Säubern der Räumlichkeiten, die Unterstützung der Küche und zuletzt: das Aufstellen zur Abfahrt – eine nicht zu unterschätzende Aufgabe für eine riesige Radlergruppe und ein kritisches Ereignis für jene Tourmitglieder, für die Pünktlichkeit eine gelegentlich Variante ihres Alltags zu sein scheint. Aber wir müssen los, die Polizeieskorte wartet, fast alle Anderen warten auch, und das Tagesprogramm basiert auch auf der Voraussetzung, dass halb zehn doch wahrlich kein Frühstart ist.

Freitag, 27.07.2018: Siebter Tag der Tour de Natur – von Duderstadt nach Nordhausen (54 km)

Die Wegstrecke begann mit einem durchaus fordernden Anstieg. Gleich hinter Duderstadt musste hinaufgeradelt werden, um dann die sehr hügelige Landschaft des oberen Eichsfelds zu durchqueren. Der Anstieg wurde belohnt, mit herrlichen Ausblicken über die leuchtenden Getreideflächen und den Harz, dessen Bergkette im Norden anschließt. 

Es wurde wieder heiß, sehr heiß, und die reichliche Bevorratung mit Wasser erwies sich als dringend notwendig. Mit moderater Geschwindigkeit wurde geradelt, manchmal vielleicht zu langsam, aber halt stetig vorwärts. In dem Dorf Schiedungen fand die Mittagspause auf dem Sportplatz statt, leider ohne Toilettenanlage, aber mit Frischwasserversorgung durch die Küche. Auch wenn es heiß ist, Radfahren macht hungrig – das sah man am freudigen Verzehr von Gemüsesuppe, gemischtem Salat und frischem Brot mit würzigem oder süßem Aufstrich. Der nahegelegene Schiedunger See war leider nicht für das Baden nutzbar.

Für die mitreisenden Kleinkinder scheint die Radtour selbst bei heißer Witterung erträglich und in den Pausen vergnüglich zu sein. Man hört nur selten eines weinen oder schreien. Zumeist werden die Kleinkinder in Fahrradanhängern transportiert, in denen sie auch gern mal zwischendurch ein Schläfchen einlegen. Es gibt auch das Mitfahren im Kindersitz hinten und in diesem Jahr auch im Kindersitz vorn.

Momo mit Vater Daniel – beide beträchtlich Tour-de-Natur-erfahren (Foto von live-portraits, kassel)

Donnerstag, 26.07.2018: Sechster Tag der Tour de Natur – von Göttingen nach Duderstadt (39 km)

Die Wettervorhersage für den heutigen Tag war gut: kein Regen! Aber auch: Sonne mit 35 Grad im Schatten, für eine Radtour am Rande des Harzes hinein ins Eichsfeld doch ziemlich warm, eigentlich eher heiß, also eine ziemliche Herausforderung für die erste Etappe, die über eine Steigungsstrecke zum Dorf Waake führte. Die meisten Touries radelten mit moderater Geschwindigkeit bergauf, einige entschlossen sich zum Schieben, aber letztlich kamen alle „oben“ an und genossen dann die Abfahrt und die schönen Ausblicke auf die eindrucksvoll gegliederte, sehr hügelige Landschaft des Vorderharzes. 

Wenn, wie dies oft der Fall ist, die Landstraßen mit Alleebäumen bepflanzt sind, dann ergeben sich schöne Bilder. Wie eine Girlande zieren die Linden einen nur dadurch erkennbaren Straßenverlauf in ferner Hanglage. Die bereits abgeernteten Getreidefelder leuchten in fahlem Gelb. Und gelegentlich dann einige Pappelreihen, deren schlanke Gestalt an toskanische Landschaften erinnern.

Eichsfeld

Das Eichsfeld vor Duderstadt

Mittwoch, 25.07.2018: Fünfter Tag der Tour de Natur – Exkursionstag in Göttingen

Die Tour de Natur nutzte diesen wiederum herrlich hochsommerlichen Tag als Pause vom Streckenradeln und als Gelegenheit für Exkursionen und Workshops. Für den Vormittag standen mehrere Veranstaltungsalternativen zur Auswahl.

 

Exkursion Radschnellweg

Zunächst gab es in der Geschäftsstelle des ADFC Göttingen (angesiedelt im Göttinger Umwelt- und Naturschutzzentrum e. V., GUNZ) einen Vortrag von Rainer Worm über bemerkenswerte Diskrepanzen. Referiert wurden die stadtoffiziellen Darstellungen zum Projekt eRadschnellweg in Göttingen, denen dann Informationen über die tatsächliche Realisierung des Vorhabens gegenübergestellt wurden. 

Dienstag, 24.07.2018: Vierter Tag der Tour de Natur – von Witzenhausen nach Göttingen (35 km)

Dieser herrliche Hochsommertag begann mit einem reichlichen Frühstück aus Fläming Kitchen in der Morgensonne vor dem angenehmen und großen Übernachtungsquartier, der Turnhalle an der Johannisbergschule.

Frühstück in Witzenhausen

Frühstück in Witzenhausen

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