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Von Düsseldorf nach Duisburg

Tour de Natur am LandtagNach den Tagen im Braunkohlerevier mit kleinen Dörfern und großen Löchern ist die Gegend gestern und heute sehr viel urbaner geworden. Von Düsseldorf nach Duisburg geht es fast nur durch Stadtgebiete, dazwischen ein paar Felder und ein bisschen Grün zwischen Schnellstraßen und PFT-verseuchten Seen, in denen Baden verboten ist.

Aus dem Klimacamp haben wir eine Petition in Form von Wunschzetteln in Deutsch, Englisch, Russisch und anderen Sprachen, die an einer Schnur aufgereiht mit den Wünschen an die Landesregierung, die Abgeordnete der Grünen und der Piraten entgegen genommen haben.

Derweil haben die AktivistInnen des Klimacamps vor Ort Zeichen gesetzt und Schienen, Bagger und Werkstore besetzt.

Am Flughafen Düsseldorf gab es eine bunte und laute Demo durch das Flughafengebäude - gegen den Ausbau des Flugverkehrs und für ein Nachtflugverbot.

Der weitere Weg nach Duisburg war mit verschiedenen Themen gefüllt, so das Thema Trinkwasserverseuchung, CO-Pipeline und die Atommüllaufbereitung der GNS.

Duisburg empfing uns mit Eindrücken eines Industriemoloch, das Stadtbild wurde aber in den letzten Jahren schon umgestaltet, zum Beispiel die Parkanlagen, des Rheinpark. Die Bewohner aus vielen Nationen haben uns vom Straßenrand zugewunken und Beifall geklatscht.

Raus aus der Braunkohle!

tour auf dem weg nach düsseldorfDie vergangenen Tage ist die Tour durchs Rheinische Braunkohlerevier geradelt, hat Aktivisten auf der Wiesenbesetzung und beim Klimacamp getroffen. Gewitter und Regen haben nicht die Stimmung verdorben und bei Sonnenschein hat die Tour de Natur zusammen mit dem Klimacamp den sterbenden Ort Borschemich noch ein letztes Mal zu buntem Leben erweckt. Abends gab es eine spannende Diskussion mit Niko Paech und Friederike Habermann zu Kohleausstieg und Postwachstumsökonomie. Heute geht es über Grevenbroich in die Landeshauptstadt, wo morgen eine kreative Petition an den Landtag übergeben wird. Heute abend gibt es noch 19:30 Uhr eine Diskussion zu Kohle- und Klimapolitik in NRW im ZAKK Düsseldorf.

Diskussion mit Niko Paech und Friederike Habermann in BorschemichDemozug mit Braunkohlekraftwerk im Hintergrund

Von Köln nach Kerpen

Hier ein paar Foto-Eindrücke vom heutigen Tag, der mit vielen unterschiedlichen Themen gefüllt war:

 

Schulhof mit KletterseilenKundgebung auf dem Platz vor dem Kölner HauptbahnhofBanner vor RWE Power in KölnPause in der Fußgängerzone in Frechen

Etwas besonderes war die Mittagspause im Buschbeller Wald. Bitte die Petition für den Erhalt unterschreiben!

Wie Kommunikationsprobleme bei der Polizei das Demorecht aushebeln

Tour de Natur 2008 über die B62Die erste Etappe beginnt zunächst gut: Heiner Monheim eröffnet die Tour auf dem Bonner Münsterplatz. Dann setzen sich die gut 100 Radlerinnen und Radler Richtung Köln in Bewegung. Highlight des Tages sollte die Fahrt über die "Phantasialand-Autobahn" werden, die A553, die zur Anbindung des Vergnügungsparks dient. Eine Anbindung per Straßenbahn oder Seilbahn ist dagegen bisher nur Idee geblieben, obwohl die Shuttlebusse von Brühl krachvoll sind.

Grund genug also, die Autobahn als Demoroute anzumelden, was Freitag nachmittag um 15 Uhr auch positiv beschieden wurde. Was die OrganisatorInnen erst eine Stunde vor der geplanten Auffahrt erfuhren: um 16 Uhr gab es einen Bescheid, der nur polizeiintern verschickt wurde und in dem die A553 gestrichen wurde. Die Polizei des Rhein-Erft-Kreises sollte die Tour informieren. Am Freitagnachmittag hätte noch die Chance bestanden, mit einem Widerspruch eine einstweilige Verfügung zu erstreiten. Dafür war es eine Stunde vor der geplanten Auffahrt auf die Autobahn, als die Polizei die Demonstranten über den geänderten Entscheid informierte, einfach zu spät!

Auf Seiten der Tour herrscht Unverständnis und Ärger - trotz positiven Bescheids konnte und wollte die Polizei es letztendlich nicht ermöglichen, die Tour über die Autobahn zu führen. 2013 klappt die Fahrt über die Autobahn zum Frankfurter Flughafen tadellos und die Tour hat auch schon ihr Recht auf Demonstration beispielsweise über die A44 erstritten. In diesem Jahr hat die Polizei das verhindert, weil sie anscheinend nicht klar kommuniziert und die Tour de Natur einfach nicht über diese Änderung informiert hat!

Es geht los - Sonniger Tourauftakt in Bonn

Heiner Monheim an der Poppeldorfer UnterführungDer Zug trägt uns durch die niedersächsische Ebene, das Ruhrgebiet und den Rhein entlang. Sonne und Wolken wechseln sich ab, doch in Bonn setzt sich die Sonne durch. Punkt 16 Uhr treffen sich die anreisenden Tourteilnehmer vor der "Poppelsdorfer Unterführung", einem Nadelöhr auf einer der wichtigsten Fahrradachse und belebte Fußgängerquerung. Die Tour de Natur hat mit Lastenrädern, Anhängern, Tandems beispielhaft gezeigt, was für ein Hindernis die Umlaufsperren darstellen.  Heiner Monheim, der uns die Knackpunkte der Bonner Fahrradinfrastruktur erklärt, erzählt vielWissenswertes aus der Geschichte der Bonner Fahrradpolitik. Die guten Entscheidungen und die faulen Kompromisse und das Zögern an anderen Stellen. Auch von seinen Bemühungen, die Engstelle der Unterführung zu erweitern, die Möglichkeit bestant und es hätte auch Gelder aus den Landesmitteln gegeben. Dennoch hat Bonn sich gegen eine Erweiterung ausgesprochen.

Nach dieser informativen Runde geht es zum Quartier in der evangelischen Lukasgemeinde. Dort entsteht auf der Wiese ein Zeltcamp und in den Gemeinderäumen werden Isomatten und Schlafsäcke ausgebreitet. Es treffen mehr und mehr RadlerInnen ein, zahlreiche bekannte Gesichter und auch einige neue.

Tourfeeling ab dem ersten Moment!

Zelten auf der Wiese in der Ev. GEmeinde

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