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Anti-Kohle-Kette: Ein riesiger Erfolg!

Die Menschenkette nimmt auf der Straße Gestalt anUPDATE 24. August: Gestern zwischen 13:45 und 14:15 Uhr standen für eine halbe Stunde Menschen aus über 20 Nationen zwischen dem deutschen Kerkwitz und Grabice in Polen. Insgesamt haben 7.500 AktivistInnen die Menschenkette auf der Strecke von 8km  Länge und über die Grenze hinweg gebildet und so ein kraftvolles Zeichen gegen den weiteren Braunkohleabbau in dieser Region und für die Energiewende in Europa gesetzt. Auch zahlreiche Menschen aus der Lausitz waren dabei; die einheimische Feuerwehr hat geholfen, die Kette durch die Neiße zu schließen. Im Anschluss gab es direkt am Grenzübergang auf polnischer Seite ein "End-Coal-Festival". Rund 700 Menschen sind sogar über Nacht geblieben. Sie haben im Klimacamp gezeltet und den Abend noch mit Gesprächen und Musik ausklingen lassen. Heute Vormittag herrschte im Camp dann Aufbruchstimmung - doch der Widerstand gegen die klimaschädliche und zerstörerische Braunkohleverstromung geht weiter!

2015 wird die Tour de Natur in die Lausitz führen - unterstütz unsere Vorbereitungen und halt dich mit dem Tour-Newsletter auf dem Laufenden! Hier noch ein paar Eindrücke von diesem tollen Tag ...

Tour 2014 ist in Dortmund gelandet!

TourteilnehmerInnen beim Frühstück auf dem Lernbauernhof in DortmundWechselbad der Gefühle und des Wetters

Am Freitagabend kommt die Tour bei Regen in ihrem Dortmunder Quartier an, dem Lernbauernhof Schulte-Tigges. Während jeder erstmal ein trockenes Plätzchen wünscht, bekommen die RadlerInnen zunächst eine Menge Instruktionen - zu FahrradParkplatz, Kompostklo, Solarduschen etc.. Die Nacht wird stürmisch und macht die Übernachtung zu einem kleinen Abenteuer - die Scheune hat eine offene Seite und der Zeltplatz ist recht nass. Auch der Start in den Samstag ist regnerisch und macht es den früher Abreisenden einfach. Die anderen werden mit viel Infos bei der Rundtour unter Leitung des ADFC, Sonne beim Vegan Street Day und einer tollen Critical Mass belohnt! Mehr als 150 RadlerInnen im Pulk und ganz spontan durch Dortmund.

Die, die das erste Abenteuer überstanden haben, wurden bei der zweiten Übernachtung reichlich beschenkt: Sonne, Lagerfeuer, sehr herzliche Gastgeber, Hofführung, reichliche Geburtstags-Sonntagsbrötchen...

60 TourteilnehmerInnen blieben bis Sonntag und ließen die Tour de Natur ganz gemütlich ausklingen, bevor sie wieder in alle Himmelsrichtungen aufbrachen.

Klaus der Geiger in concert in Kölle!

Portrait von Klaus dem Geiger

Klaus der Geiger in KölnGleich am Ende der ersten Etappe am 27. Juli kommt an einem lauschigen Kölner Sommerabend Stimmung ab dem ersten Geigenstrich auf! Die TourteilnehmerInnen sitzen im Schulhof und verfolgen die Lieder von Klaus dem Geiger und singen mit ...

Dank der modernen Technik ist das Kölner Konzert auf Youtube nachzuhören

Und hier noch Teil 2 des Abends.

Und ein zweites Mal konnten wir noch Klaus den Geiger in Borschemich auf dem Straßenfest erleben.

Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Es ist zwar schon ein paar Jährchen her, doch die alten Tourhasen und Tourhäsinnen erinnern sich: Klaus der Geiger war auf den Touren 2002 bis 2005 der Kultur-Schirmherr. Er ist mitgeradelt, hat auf den Marktplätzen mit seinen bissigen Liedtexten RadlerInnen wie auch Einheimische in seinen Bann geschlagen.

Ein paar Impressionen aus den guten alten Zeiten;-)

Radschnellweg Ruhr - gute Ansätze und zu schmale Brücken

Einweihung Radschnellweg RuhrDer Radschnellweg Ruhr soll so etwas wie eine Autobahn für RadfahrerInnen werden

Bei Essen zelebrieren wir mit der Tour de Natur das erste fertige Teilstück des Radschnellweges mit einer feierlichen Einweihung. 5 Meter Breite für zügiges Fahren und gefahrloses Überholen in beiden Richtungen - bislang ein Traum für jeden Alltagsradler und auch erst in einen kleinen Teilstück verwirklicht.
Das besondere an dem Radschnellweg in NRW: Er soll als Landesstrasse gebaut werden! Das heißt durchgängige Qualität des Radweges. Und beim Schneeräumen wäre dann beispielsweise nicht mehr an der Kreisgrenze Schluss. Aber: fast jede Brücke wird zu einer gefährlichen Engstelle.

Das ist auch der Grund, weshalb die Tour de Natur gegen den viel zu schmalen Radweg auf der Schnettkerbrücke vor Dortmund protestieren möchte - und zwar auf der Fahrbahn der A 40, bei deren Breite nämlich nicht gespart wurde. Doch wie wir schon zuvor erfahren haben, misst auch hier die Polizei dem Demorecht nur eine untergeordnete Rolle zu.

Tour erreicht mit Datteln ihr kleinstes Quartier. von Gut-Schläferinnen und Schlecht-Schläfern

TourteilnehmerInnen vor dem Kohlekraftwerk DattelnAm späten Nachmittag erreichen wir die Friedenskirche, unser Quartier in Datteln - die Kirche am Kanal ist kaum größer als ein Wohnhaus. Dennoch: 60 Menschen fanden dicht gedrängt wie in einer Sardinendose ein Plätzchen. Den kreativsten Platz hatten zwei 2 Tourteilnehmer, die spontan in der Nachbarschaft eine Garage gemietet haben. Im Regen kam am Abend noch eine Abordnung von 15 Menschen aus Datteln zu Besuch.
Die mobile Küche steht auf 3 PKW-Stellplätzen vor der Kirche und hätte fast das Schläfer-Zelt auf dem 4 Stellplatz unter Wasser gesetzt. Kommentar dazu: "Ich muss mich in jedem Ort neu auf die Fließgeschwindigkeit des Wassers einstellen!" Denn wenn Wam, unser Koch, vor jedem Topf mit 80 l Inhalt wartet würde, hätten wir wohl auch erst am Abend unser Frühstück :)

Zum Glück hatte Wam zeitig vorgesorgt und in seinen Transportwagen eine Ebene eingebaut, so dass er einen sicheren Schlafplatz fand. - Ein Gut-Schläfer also. :)

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