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8. Tag - nur noch eine Nacht

Die letzte Nacht im Zelt war wieder frisch - und die Havel heute morgen auch. Anja hat es mir vorgemacht und überzeugt, wie wundervoll ein morgendliches Schwimmen ist. Beim Frühstück wärmen wir uns auf beim heißen Tee und der sanften Sonne. Der lang ersehnte Sommer kommt nämlich heute tatsächlich. Morgen, nach einer Nacht in Potsdam, wollen wir, mein Freund und ich, uns für ein paar Tage als normale Touristen durch die Gegend bewegen. Ohne die mir lieb gewordenen Menschen - wie wird es mir damit ergehen? Im Hinterkopf werde ich bestimmt die Stimmen, die Ansagen, die Aktionen und Begegnungen vermissen.

Jetzt zum Wochenende reisen einige ab und wir stellen uns im Kreis zusammen und singen den irischen Reisesegen. Diese Sitte gefällt mir sehr und bewegt mich.Und es kommen etliche neue Menschen hinzu. 183 waren bislang dabei!

Ja, und was auch auf so einer Tour de Natur passiert: Anja lädt uns ein, in ihrem Haus zu wohnen! Ich kann mich noch gut erinnern, als ich so ganz fremd ankam, und sich viele so freundlich begrüßt haben, ich mich gefragt habe, wie das für mich wohl sein wird - nun kann ich es mir etwas vorstellen! Danke allen schon einmal vorweg, denn ich werde bestimmt noch einen allerletzten Erlebnisbericht schreiben. Jetzt ist es dunkel, alle sind satt, die Kinder gehen zu Bett, die Älteren spielen noch und die "Alten" diskutieren, singen und genießen das bunte Miteinander.

 

Abenteuer Gemeinschaft - Helmstedt, 28.07.2015

Moin, moin!

Es ist 7.00 Uhr. Die „Tour“ schläft noch.

Die Turnhalle ist gefüllt mit tiefen Atemzügen und sanftem Schnarchen. „Fast synchron“ denke ich. Irene sitzt auf ihrer Isomatte und liest. Ich gehe auf Zehenspitzen in den Waschraum. Simone kommt mir verschlafen entgegen.

„Moin, Moin!“

7. Tag - zum Thema Kreativität

Kreativ ist hier jeder auf seine eigene Art und Weise. Ich staune und erfreue mich der unterschiedlichsten Menschen und deren Fahrräder z.B.. Die Aktionen, die von einem kleinen Team erdacht wurden. Die vielen kleinen Begegnungen mit den Menschen der Umgebung

Ich weiß nicht, ob es kreativ ist, dass ich heute morgen nach dem Frühstück ca. 20 leere "Milchtüten", nein, natürlich Soja-, Hafer-, und Reisdrinktüten zusammengefaltet habe. Mittlerweile sind wir ca. 120 RadlerInnen! Es war leider immer noch kühl heute morgen, aber das tut der Stimmung kaum weh und die Sonne lugt auch ab und zu hervor. Na ja, die Dusche war kalt, aber ich habe tapfer kurz geduscht!

Gestern habe ich zum ersten Mal einen sog. Überholstopp erlebt, soll heißen, dass wir alle an den Straßenrand bzw. eine Seitenstraße reinfahren, damit die Autos uns überholen können. Einer von uns hat gezählt: 100 Autos waren es und wir waren 100 Radler. Die Polizei begleitet uns ja freundlich und so können wir gemütlich auf der rechten Spur radeln.

Hier aber nun ein direkter Ausdruck der Kreativität aus der Küche:

kreative Küche

Ich bin guter Dinge an diesem Abend, habe in der Havel gebadet und mein Zelt steht mit Blick auf das Flüsschen - und Rückenwind hatten wir auch meistens.

Von der Altmark ins Havelland

Die heutige Etappe von Stendal nach Rathenow in Bildern:

Kundgebung in Stendal gegen Massentierhaltung mit Lehrstück und der BI aus Mahlwinkel und Cobbel

Prof. Schuelke erzählt in Arneburg von dem regionalen Konzept für die Energiewendee

auf der Elbfähre Arneburg-Lübars

mit der Gierseilfähre übergesetzt!

Oliver Wendenkampf vom BUND über unsinnige Ausbaggerung der Elbe

Quartier an der Havel

Die Altmark - Fracking, A14 und Gefechtsübungszentrum

Theaterstück für den FriedenDie BI "Kein Co2-Endlager in der Altmark", die sich inzwischen auch gegen Fracking-Vorhaben im Drömling einsetzen, hat die Tour am Mittellandkanal in Calvörde mit Bannern und Trommelwirbel in Empfang genommen. Dann ging's weiter zum War starts here-Camp bei Potzehne. Bei stürmischem Wetter haben sich die RadlerInnen mit den Camp-Leuten ausgetauscht und abends Lieder von Gundermann gelauscht. Heute waren wir gemeinsam in der Fußgängerzone in Gardelegen und haben ein Theaterstück zum Thema Frieden aufgeführt.

Weiter bei windig-kühlem Wetter Richtung Stendal. BEi dem Örtchen Insel trifft uns Bernd Schilf vom BUND, der uns über das unsinnige Autobahnprojekt A14 erzählt. Die "Kanzler"-Autobahn hat Gerhard Schröder 2002 versprochen, obwohl überhaupt kein Bedarf besteht, heute noch weniger als vor 10-15 Jahren. Das Verkehrsaufkommen auf der parallelen B189 ist rückläufig. Hier könnte eine dritte Spur den Verkehr mehr als gut bewältigen. Was man alles mit der gesparten rund 1 Milliarde Euro anfangen könnte! Zum Beispiel Bildung fördern, damit alle Jugendlichen in der Region einen guten Abschluss und eine Zukunftsperpektive haben!

Empfang in der Altmark - am Mittellandkanal

am Ortsausgang Parleib - Treffen mit dem War starts here-Camp

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