Susanne Timm's blog

Es geht los - Tour von Braunschweig gestartet

Tour de Natur vor Schacht KonradWas für ein Wetterchen! Braunschweig empfing uns gestern mit Sturmböen und Regenschauern. Das hat die "Vorhut" von ca. 50 RadlerInnen nicht abgehalten, zu dem Solarthermie-Heizungs-Hersteller Solvis und zur Fahrradselbsthilfe-Werkstatt zu fahren. Ein paar positve Ideen, bevor es heute mit dem Thema Atommüll richtig zur Sache ging.

Die letzte Probe fürs Straßentheaterstück "Buddelkiste - wie funktioniert die Atomindustrie?" wurde auf dem Braunschweiger Kohlmarkt aufgeführt, bevor es den Reisesegen gab. Dann ging's im beeindruckenden Demozug - 113 große und kleine RadlerInnen zwischen  1,5und 80 Jahren zum Schacht Konrad, wo uns Leute von der Bürgerini gegen das Atomendlager Schacht Konrad standesgemäß mit Treckern empfangen haben. Bei tollem Sonnenschein genießen wir gleich nebenan die Mittagspause.

Abend ein informativer Vortrag zum Thema Atommüll in der Asse, was uns deutlich zeigt, wie unverantwortlich mit dem Atommüll umgegangen wurde und wird.

Hier zum Nachhören ein Interview mit Heike Wiegel von der Bürgerinitiative AufpASSEn.

Ein paar Fotos zum Tourstart:

Am Samstag 25. Juli startet die Tour de Natur!

FamilienfahrzeugWährend in Hamburg der Regen an die Scheibe klopft, werden  noch die letzten Details geklärt, damit am kommenden Samstag die Tour de Natur starten kann. Die Wetteraussichten sehen auch nicht so übel aus;-)

Zum 25. Mal gibt es diese selbstorganisierte Umweltradtour, die seit 1991 jedes Jahr stattfindet. Mehrere tausend Teilnehmer sind seitdem mitgeradelt und über 10.000 Kilometer Strecke zusammen gekommen  - und wer weiß schon, wie viel Schweiß, Lebenszeit und Nerven die Organisation der 25 Touren gekostet und wie viel Spaß und frische Ideen sie gebracht haben! Ein paar Fotos findest du unten.

Die kommende Tour schneidet wichtige Themen an:

  • Gleich am ersten Fahrtag, den 26. Juli, geht es zwischen Braunschweig und der Asse natürlich um Atommüll.

Dazwischen gibt es breites Themenspektrum von Friedenspolitik über Massentierhaltung, Autobahn A14 bis hin zum Großflughafen BER.

Der Sommer wird heiß ...

Kundgebung mit Bannern "Zukunft statt Braunkohle" vor der Kirche in Immerath... das ist meine persönliche Prognose für den Braunkohlewiderstand, denn das Wetter am vergangenen Samstag war eher kühl und ein bisschen regnerisch. Trotzdem sind über 6.000 Menschen aus nah und fern an den Tagebau Garzweiler gekommen, um ein rotes Band zu bilden.

Stopp dem Braunkohleabbau! Keine weiteren Dörfer wegbaggern, an der A61 muss Schluss sein! Das war die Botschaft. Nach der Menschenkette gab es in dem fast vollständig abgesiedelten Immerath eine Kundgebung direkt an der wuchtigen über 100jährigen Kirche, die nach den Plänen des Kölner Baumeisters Erasmus Schüller erbaut wurde. Im vergangengen Jahr wurde sie an RWE zum Abriss übergeben - die Braunkohle unter dem Gebäude reicht gerade mal für zwei Wochen!

Neben toller Live-Musik und spannenden Redebeiträgen - unter anderem war auch der Bürgermeister von Erkelenz, Peter Jansen, dabei - gab es auch jede Menge Austausch und Einladungen, sich in diesem Sommer an Aktionen und Camps gegen die Braunkohle zu engagieren.

In der Lausitz gibt es vom 5. bis 9. August das Lausitzer Klima- und Energiecamp in Groß Gastrose an der Neiße statt. Am Samstag den 8. August gibt es dann den gemeinsam organisierten Aktionstag mit der Tour de Natur und anderen Umweltgruppen!

Im Sommer wird es auch im Rheinischen Braunkohle-Revier erneut rundgehen:

Anti-Kohle-Kette 2015

Aufruf zur Anti-Kohle-Kette 2015

 

Nach dem tollen Erfolg der Anti-Kohle-Kette in der Lausitz wird am 25. April eine ähnlich große Menschenkette entlang des Tagebaus Garzweiler vorbereitet. Der Protest gegen Braunkohle ist auch uns von der Tour de Natur ein großes Anliegen.

Genau hier am Tagebau Garzweiler, der sich Stück für Stück weiter in die Landschaft frisst, haben im vergangenen Sommer die Radlerinnen und Radler der Tour de Natur zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Klimacamps gegen die klimaschädliche Braunkohleverstromung demonstriert und ein Straßenfest im fast abgesiedelten Borschemich auf die Beine gestellt.

Deswegen unsere große Bitte: Kommt am 25. April zahlreich ins Rheinland!

Falls du noch nicht weißt, wo du unterkommen kannst, dann schick über Facebook eine Nachricht an Beate aus Düsseldorf, die gern noch Gäste beherbergt und vermittelt!

 

Übrigens:

Anti-Kohle-Kette: Ein riesiger Erfolg!

Die Menschenkette nimmt auf der Straße Gestalt anUPDATE 24. August: Gestern zwischen 13:45 und 14:15 Uhr standen für eine halbe Stunde Menschen aus über 20 Nationen zwischen dem deutschen Kerkwitz und Grabice in Polen. Insgesamt haben 7.500 AktivistInnen die Menschenkette auf der Strecke von 8km  Länge und über die Grenze hinweg gebildet und so ein kraftvolles Zeichen gegen den weiteren Braunkohleabbau in dieser Region und für die Energiewende in Europa gesetzt. Auch zahlreiche Menschen aus der Lausitz waren dabei; die einheimische Feuerwehr hat geholfen, die Kette durch die Neiße zu schließen. Im Anschluss gab es direkt am Grenzübergang auf polnischer Seite ein "End-Coal-Festival". Rund 700 Menschen sind sogar über Nacht geblieben. Sie haben im Klimacamp gezeltet und den Abend noch mit Gesprächen und Musik ausklingen lassen. Heute Vormittag herrschte im Camp dann Aufbruchstimmung - doch der Widerstand gegen die klimaschädliche und zerstörerische Braunkohleverstromung geht weiter!

2015 wird die Tour de Natur in die Lausitz führen - unterstütz unsere Vorbereitungen und halt dich mit dem Tour-Newsletter auf dem Laufenden! Hier noch ein paar Eindrücke von diesem tollen Tag ...

Inhalt abgleichen