Susanne Timm's blog

Die Altmark - Fracking, A14 und Gefechtsübungszentrum

Theaterstück für den FriedenDie BI "Kein Co2-Endlager in der Altmark", die sich inzwischen auch gegen Fracking-Vorhaben im Drömling einsetzen, hat die Tour am Mittellandkanal in Calvörde mit Bannern und Trommelwirbel in Empfang genommen. Dann ging's weiter zum War starts here-Camp bei Potzehne. Bei stürmischem Wetter haben sich die RadlerInnen mit den Camp-Leuten ausgetauscht und abends Lieder von Gundermann gelauscht. Heute waren wir gemeinsam in der Fußgängerzone in Gardelegen und haben ein Theaterstück zum Thema Frieden aufgeführt.

Weiter bei windig-kühlem Wetter Richtung Stendal. BEi dem Örtchen Insel trifft uns Bernd Schilf vom BUND, der uns über das unsinnige Autobahnprojekt A14 erzählt. Die "Kanzler"-Autobahn hat Gerhard Schröder 2002 versprochen, obwohl überhaupt kein Bedarf besteht, heute noch weniger als vor 10-15 Jahren. Das Verkehrsaufkommen auf der parallelen B189 ist rückläufig. Hier könnte eine dritte Spur den Verkehr mehr als gut bewältigen. Was man alles mit der gesparten rund 1 Milliarde Euro anfangen könnte! Zum Beispiel Bildung fördern, damit alle Jugendlichen in der Region einen guten Abschluss und eine Zukunftsperpektive haben!

Empfang in der Altmark - am Mittellandkanal

am Ortsausgang Parleib - Treffen mit dem War starts here-Camp

Das dritte Atomklo - Morsleben

Heute ging es bei Wind, Sonne, Wolken und etwas Regen von Helmstedt weiter nach Morsleben. Die Probleme sind ähnlich wie in Asse, Konrad und Gorleben - es ist ein ungeeigneter Standort, der aus politischen Gründne ausgewählt wurde. Dort hat die Tour zusammen mit der BI für einen besseren Umgang mit den nuklearen Abfällen aus DDR-Zeiten demonstriert und das Theaterstück nochmals aufgeführt.

MOrsleben

Und dann weiter nach Flechtingen zum Mittag - Wam von der Fläming Kitchen heute im Radlertross.

Wam auf dem Rad dabei

Nachmittags geht's weiter zum War starts here-Camp, wo es heute abend ein Konzert gibt. Dort und morgen in Gardelegen wird die Tour den Widerstand gegen das Truppenübungsgelände und die neue militärische Übungsstadt Schnöggersburg unterstützen.

 

Auf dem Weg nach Helmstedt

auf dem Weg nach HelmstedtNach dem nächtlichen Regen wagt sich zögerlich wieder die Sonne raus, so dass wir trocken starten können. Vor dem Eingang zum Schacht von Asse II fordern wir zusammen mit der Bürgerinitiative AufpASSEn die schnelle Rückholung und möglichst sichere Lagerung des Atommülls - und natürlich den sofortigen Atomausstieg. Angesichts der Probleme, den der Müll nicht nur uns und den folgenden Generationen bereitet, ist es ein Wahnsinn, weiter an dieser Risikotechnologie festzuhalten.

Auf dem Weg nach Helmstedt besuchen wir den Lindenhof in Eilum und erfahren über die Lebensgemeinschaft, die den Biohof betreibt und wie sie regional vermarkten. Bei der Mittahgspause in Dahlum bekommen wir einen kurzen Einblick in die SOLAWI (solidarische Landwirtschaft). Trotz leergeputzter Teller kommt nochmal ein heftiger Regenschauer!

vor der Asse

Es geht los - Tour von Braunschweig gestartet

Tour de Natur vor Schacht KonradWas für ein Wetterchen! Braunschweig empfing uns gestern mit Sturmböen und Regenschauern. Das hat die "Vorhut" von ca. 50 RadlerInnen nicht abgehalten, zu dem Solarthermie-Heizungs-Hersteller Solvis und zur Fahrradselbsthilfe-Werkstatt zu fahren. Ein paar positve Ideen, bevor es heute mit dem Thema Atommüll richtig zur Sache ging.

Die letzte Probe fürs Straßentheaterstück "Buddelkiste - wie funktioniert die Atomindustrie?" wurde auf dem Braunschweiger Kohlmarkt aufgeführt, bevor es den Reisesegen gab. Dann ging's im beeindruckenden Demozug - 113 große und kleine RadlerInnen zwischen  1,5und 80 Jahren zum Schacht Konrad, wo uns Leute von der Bürgerini gegen das Atomendlager Schacht Konrad standesgemäß mit Treckern empfangen haben. Bei tollem Sonnenschein genießen wir gleich nebenan die Mittagspause.

Abend ein informativer Vortrag zum Thema Atommüll in der Asse, was uns deutlich zeigt, wie unverantwortlich mit dem Atommüll umgegangen wurde und wird.

Hier zum Nachhören ein Interview mit Heike Wiegel von der Bürgerinitiative AufpASSEn.

Ein paar Fotos zum Tourstart:

Am Samstag 25. Juli startet die Tour de Natur!

FamilienfahrzeugWährend in Hamburg der Regen an die Scheibe klopft, werden  noch die letzten Details geklärt, damit am kommenden Samstag die Tour de Natur starten kann. Die Wetteraussichten sehen auch nicht so übel aus;-)

Zum 25. Mal gibt es diese selbstorganisierte Umweltradtour, die seit 1991 jedes Jahr stattfindet. Mehrere tausend Teilnehmer sind seitdem mitgeradelt und über 10.000 Kilometer Strecke zusammen gekommen  - und wer weiß schon, wie viel Schweiß, Lebenszeit und Nerven die Organisation der 25 Touren gekostet und wie viel Spaß und frische Ideen sie gebracht haben! Ein paar Fotos findest du unten.

Die kommende Tour schneidet wichtige Themen an:

  • Gleich am ersten Fahrtag, den 26. Juli, geht es zwischen Braunschweig und der Asse natürlich um Atommüll.

Dazwischen gibt es breites Themenspektrum von Friedenspolitik über Massentierhaltung, Autobahn A14 bis hin zum Großflughafen BER.

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