Susanne Timm's blog

Tour kommt über die Grenze - Aktion an der kaputten Friesenbrücke

Therater an der FriesenbrückeHeute sind wir bei wolkigem und sonnigem Wetter von Winschoten über die Grenze nach Weener und Papenburg geradelt. Auf dem Emsdeich in unmittelbarer Nähe der kaputten Eisenbahbrücke von Weener haben wir mit einem Theaterstück symbolisch den Stein ins Rollen gebracht, damit diese Brücke schnell wieder aufgebaut wird und in der Zwischenzeit gute Lösungen gefunden werden - für die lokalen Pendler zur Emsquerung und für die Bahnreisenden, gerade auch diejenigen mit Rädern.

Von beiden Emsseiten kamen die stellvertretenden Bürgermeister/in, aus der Provinz Groningen der Fraktionsvorsitzende von Groen Links - an alle drei haben wir mit dem Stein den Auftrag weitergegeben, sich einzusetzen.

Ein weiteres Ziel auf dem Weg nach Papenburg war die Meyerwerft. Am Vorabend hatten wir bereits von der BI "Rettet die Ems" erfahren, welch gravierende Auswirkungen die Ausbaggerungen der Ems haben. Hier an der Werft sahen wir, wie riesig die Pötte sind, die hier gebaut werden. Diese Problematik hat die Tour als Theaterversion von "Der Fischer und sine Fru" in der Fußgängerzone von Papenburg dargestellt.

Ein ereignisreicher Tag, den Vorträge zur Bedeutung der Moore abgerundet haben.

Tourstart in Groningen - Sonne, gute Stimmung und 130 RadlerInnen sind dabei!

Groningen Grote Markt

->Infos zur Tour findest du hier

-> Informatie in het Nederlands

 

Gestern Nachmittag gab es einen tollen Auftakt in Groningen mit drei Exkursionen geführt von lokalen Mitgliedern des "Fietsersbond" (Radfahrerbund). Spannende Infos über eine Stadt mit 200.000 Einwohnern und rund 50.000 Studierenden, die über 60% Radfahranteil im Stadtbereich hat. Jetzt wird z.B. daran gearbeitet, Velorouten zu den weiter draußen gelegenen Ortschaften zu bauen, damit auch die Menschen von dort mit dem Rad nach Groningen pendeln können!

Quartier hatten wir im Parcivalcollege nahe dem Hauptbahnhof aufgeschlagen. Der Innenhof war rappelvoll mit fast 30 großen und kleinen Zelten, die Turnhalle ebenfalls gut mit mehreren Dutzend Matten gefüllt. Und gleich nach Ankunft gab es das erste Essen von Wams "Fläming Kitchen".

Klage eingereicht: Gegen das Verbot, den Wesertunnel zu befahren, hat unser Anwalt Klage eingereicht. Die Begründungen der Behörde sind nicht wirklich stichhaltig. Jetzt wird es spannend, wie das Gericht in erster Instanz entscheidet.

Das Tourgefühl kam auch am Sonntagmorgen auf der ersten Etappe auf, denn mit so vielen Rädern gemeinsam zu radeln macht nicht nur Spaß, sondern auch Eindruck - selbst in einer Radfahrerstadt wie Groningen!

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Weitere Eindrücke der ersten beiden Tage:

23. Juli: Radverladeaktion in Leer - Anhänger vollgepackt

Wesertunnel: Freie Fahrt für Autofahrer sticht Demonstrationsrecht? NEIN!!

2008 erklagte die Tour de Natur das Recht auf der A44 zu fahren

Update 27. Juli: Einstweilige Verfügung - wir dürfen durch den Tunnel!

Update 24. Juli: Die Tour de Natur hat Klage eingereicht und wartet gespannt, wie das Gericht in erster Instanz entscheidet!

Morgen, 23. Juli, geht es in Groningen los - zwei Wochen Tour de Natur bis Kiel. Kurz vor Tourstart kommt immer der spannende Moment, wenn der Demonstrationsbescheid vorliegt. Denn die Änderungen können den Ablauf der Tour ziemlich beeinträchtigen. Ein Beispiel im letzten Jahr war eine Brückensperrung kurz vor Potsdam, wodurch die sowieso lange Etappe noch ein paar Kilometer länger wurde. Aber in so einem Fall lässt sich eben nichts ändern!

In anderen Fällen geht es jedoch um unser Recht auf Demonstration. In diesem Jahr wird uns also die Fahrt durch den Wesertunnel untersagt. Die Begründungen sind mehr als fadenscheinig und berücksichtigen nicht im mindesten das Demonstrationsrecht, sondern scheinen vielmehr ein Zugeständnis an das vermeintliche Recht der Autofahren zu sein, überall und immer fahren zu dürfen!

Auf nach Groningen - am 23. Juli startet die Tour de Natur!

-->Informatie in het Nederlands

Radgruppe bei der Fahrt von vorn

In Kürze geht die Tour los! Das Reisefieber steigt und die Frage, wie viele Menschen die Mühe auf sich nehmen, in den Nordosten der Niederlande zu kommen.

Aktuelle Infos zur Anreise: Die Zugstrecke von Leer nach Groningen ist seit Ende 2015 unterbrochen. Doch wir haben bei Streckenbetreiberin Arriva einen Anhänger für Fahrräder am 23. Juli organisiert. Auf der Strecke von Zwolle nach Groningen sind am 23.+24.Juli Bauarbeiten. Das bedeutet, es gibt Ersatzbusse ohne Fahrradmitnahme. -->Tipps für die Anreise

Am 3.12.2015 ist die Eisenbahnbrücke über die Ems so schwer gerammt worden, dass sie seitdem außer Betrieb ist. Der Zug fährt seitdem erst ab Bad Nieuweschanz und von Leer oder Papenburg sind mehr als 20km per Rad zu überbrücken. Denn die Busse des Schienenersatzverkehrs nehmen keine Räder mit (auch keine Kinderwagen oder Rollstühle). Das kann keine Lösung für die nächsten Jahre sein, findet die Tour de Natur und der ADFC Leer. Deshalb wird es an der zerstörten Friesenbrücke in Weener auch am 26. Juli eine Kundgebung geben. -->dies und alle Streckeninfos hier

Tourwerbung auf der Köhlbrandbrücke

Tourplakat auf der Hamburger Fahrrad-SternfahrtDie versprochene Sonne kam nicht hervor, doch zum Glück wurden die rund 25.000 Radfahrer*innen auf der Hamburger Fahrrad Sternfahrt vom Regen verschont.

Größte Attraktion war auch in diesem Jahr wieder die Fahrt über die Köhlbrandbrücke - dem Hamburger Wahrzeichen, das 363 Tage im Jahr* den Autofahrern vorbehalten bleibt. Heute gab es dagegen eine viele Kilometer lange Fahrradschlange über die Brücke! Vom Rad lässt sich der phantastische Blick über den Hafen und zum Michel so richtig genießen, gerade auch bei der schnellen Abfahrt zum anderen Köhlbrandufer!

Mit dabei auf rund 45 Kilometern durch Hamburg war das Plakat der Tour de Natur 2016 - gut sichtbar auf meinem Fahrradanhänger montiert. Zahlreiche Menschen fragten nach und bekamen von mir einen Tourflyer. Hoffentlich sind ganz viele von ihnen auch auf der Tour dabei!

Den Abschluss der Hamburger Sternfahrt bildete eine Kundgebung auf dem Rathausmarkt mit großem Geklingel und Gesprächsbeiträgen zum Thema Fahrradstadt Hamburg und den bis dahin zu bewältigenden Hürden. Am 21.6. geht es übrigens beim TAZ Salon auch um dieses Thema: "Vorfahrt fürs Fahrrad".

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